Handball
Handball
Der Ursprung des „Handball“-Spieles liegt wohl schon in der Antike. Hier gab es handballähnliche Spiele wie Urania und Herpastum. Bis herauf ins 19. Jahrhundert gab es diverse Fangspiele. Das eigentliche Handballspiel, so wie wir es kennen, entwickelte sich aber erst im frühen 20. Jahrhundert. Erste Regeln gab es um 1906, die bis zum Beginn des 1. Weltkrieges verfeinert wurden.
Bei dieser Sportart spielen zwei Mannschaften zu je sieben Spielern (Sechs Feldspieler und ein Torwart) gegeneinander. Ziel des Spieles besteht darin, den Ball in das gegnerische Tor zu werfen. Das Spielfeld hat eine Größe von 40 x 20 m und ist in zwei Hälften geteilt. An den Schmalseiten stehen die beiden Tore (3 x 2 m), welche fest verankert sein müssen. Um die Tore herum sind Linien gezogen, eine durchgezogene Torraumlinie und eine dazu parallelgeführte Freiwurflinie. Die Linien werden aus zwei Viertelkreisen um die Torpfosten gebildet und haben im Falle der Torraumlinie einen Radius von 6 Metern im Falle der Freiwurflinie einen Radius von 9 Metern. Die Strafwurflinie (vergleichbar mit dem Elfmeter beim Fußball) befindet sich 7 Meter vor dem Tor. Der Torraum (Radius 6 Meter) darf von Feldspielern nicht betreten werden.
Der Hohlball hat ein Gewicht zwischen 290 und 475 g, abhängig von der Spielklasse (Männer, Frauen oder Jugend). Der Ball wird häufig geharzt, was den Vorteil hat, dass man ihn auch bequem in einer Hand halten kann um unterschiedliche Täuschungsmanöver zu machen.
Gespielt wird über eine Distanz von 2 x 30 Minuten, bei Jugendbewerben kürzer.
Feldspieler dürfen den Ball mit der Hand und allen Körperteilen oberhalb des Knies berühren. Mit dem Ball in der Hand darf der Spieler maximal drei Schritte machen und muss ihn nach drei Sekunden an einen Mitspieler passen oder einen Torwurf machen (sonst Ballverlust). Um sich über das Spielfeld zu bewegen, darf der Spieler dribbeln. Hier gilt aber ebenfalls, hat er den Ball einmal fest in der Hand, so darf er nur noch maximal drei Schritte machen. Sonst gelangt die gegnerische Mannschaft in den Ballbesitz.
Der Tormann darf den Ball mit allen Körperteilen abwehren, innerhalb oder außerhalb des Torraums.
Man unterscheidet verschiedene Wurftechniken: Fallwurf, Sprungwurf, Schlagwurf, Hüftwurf....
Fouls und unsportliches Verhalten wie Ball wegreißen, den Gegner festhalten, klammern, stoßen, wegdrängen, führt zu Ballverlust und eventuell zu Verwarnungen, Zeitstrafen oder Disqualifikation.
Handball ist vor allem in Europa mit Ausnahme von England, Belgien und Luxemburg populär. Weiters nimmt Handball in den nichteuropäischen Ländern wie Tunesien und Ägypten sowie Südkorea und Japan einen wichtigen Stellenwert ein.

